Leitgedanken
Schild
Leiter
Kern unserer Arbeit

Der Grundpfeiler des sozialen Miteinanders ist die Lebensgemeinschaft. Darunter verstehen wir das partnerschaftliche Zusammenleben und -arbeiten von Menschen mit und ohne Behinderung. Das „Anders-Sein” der Menschen mit Behinderung gibt dem Alltag seine besondere Prägung.

Richtungweisend für dieses Gemeinschaftswesen ist die Anthroposophie Dr. Rudolf Steiners. Er prägte den Begriff „seelenpflegebedürftig“ und geht damit, anders als allgemein gebräuchlich, bei Menschen mit Behinderungen nicht von Defiziten aus. In jedem Menschen wird vielmehr die einzigartige und unverwechselbare Persönlichkeit gesehen, die ihre geistige Individualität entfalten möchte.

Je nach dem besonderen Schicksal eines Menschen kann dabei seine körperlich-seelische Grundlage beeinträchtigt sein und das Wirken des geistigen Wesenskerns behindern. Der menschliche Geist an sich kann nie beschädigt sein.

 
Entwicklungsraum

Aus unserer Sicht gestaltet die Gemeinschaft bewusst das Lebensumfeld für jeden Beteiligten. Das Lebensumfeld bildet einen Rahmen, in dem der Einzelne anerkannt ist, sich sicher fühlt und seine Persönlichkeit entfalten kann. Der Alltag im gemeinsamen Lebensumfeld ist überschaubar, er kann bewältigt werden, der Sinn erschließt sich von selbst. Stabile Beziehungen in der gemeinsamen Wohn- und Arbeitswelt bilden die tragenden Säulen für diesen Entwicklungsraum. Die Hausgemeinschaften werden dafür als Keimzelle gesehen. In der gemeinsamen Gestaltung des Alltags wächst das Verständnis und Interesse am Schicksal des anderen.